Andreas Frhr. von Nolcken

Ungar-Hirsche

120 Seiten. Rund 30 Illustrationen von Dr. Peter Meile.
Leinen. Format: 18 x 25 cm.

Preis € 29.-

Andreas von Nolcken verbindet der lesende Jäger mit der Jagd in den Bergen, etwa mit dem Buch „Die schwarze Feder oder eines Jägers Weg“. In dieser Novelle erzählt der Autor von der Jagd in der Einsamkeit der wunderbaren Landschaft des Hochgebirges, von einer Jagd, die fest in der Tradition der alpenländischen Jagd wurzelt.

Auch Ungarn hat eine große Jagdtradition. Louis Graf Károlyi, Zsigmond Széchenyi oder etwa László Studinka haben davon ihre jagdlichen Hohelieder gesungen. Unvergesslich sind die Niederwildjagden auf dem Károlyi-Gut Tótmegyer, bei denen es Strecken von zehntausend Stück Niederwild gab. Meist denkt, wer an Ungarn denkt, aber an starke Hirsche. Und stark sind die Hirsche Ungarns fürwahr. Auf die Stärksten der Starken hat der Autor jahrelang in der Brunft gejagt. Seine Tagebuch-Aufzeichnungen geben darüber lebendig und bildhaft Auskunft. Sie berichten von einer faszinierenden Jagd auf Wild, das noch in freier Wildbahn und ohne Fütterung heranreifen darf und in einer urigen Landschaft seine Fährte zieht.

Peter Meile, der Schweizer Wildbiologe und Maler, hat dieses Buch hervorragend illustriert. Er hat sich dazu eigens in das große Revier in West-Ungarn begeben, um die Landschaft zu studieren und ein Gespür für sie und ihr Wild zu bekommen. Seine Aquarelle zeigen die Szenen unmittelbar vor dem Schuss, fangen Stunde und Stimmung, Licht, Landschaft und Wetter ein. Tusche- und Federzeichnungen, unter anderem von zwölf Kapitalgeweihen, vervollständigen dieses einzigartige Buch.


Andreas Frhr. von Nolcken (Hsg.)

Jagdgeschichten aus Livland

von Baron Axel Gustav von Nolcken

192 Seiten. Titel-Illustration von Alexander von Fersen.
Leinen. Format: 21 x 28 cm.

Preis auf Anfrage!

Andreas von Nolcken hat die "Jagdgeschichten aus Livland", verfasst von seinem Urgroßvater, aus der "Hugo'schen Jagdzeitung", zusammengetragen. Die Veröffentlichungen stammen aus der Zeit zwischen 1869 bis 1881. Sie berichten kenntnisreich und bildhaft von der Jagd auf Bär, Wolf, Luchs und Elch in Lettland, aber auch von der Auerhahnbalz und der Schnepfenjagd. Darüber hinaus diskutiert der Autor auch waffentechnische und ballistische Fragen seiner Zeit. Die Artikel aus dem 19. Jahrhundert sind nicht nur von hoher fachlicher Qualität, sondern auch sehr ansprechend erzählt, stets gewürzt mit einer Prise Humor.

Im Buchhandel wird man dieses spannende und schön aufgemachte Buch vergeblich suchen: Es handelt sich dabei um einen Privatdruck in kleiner Auflage. - Einzelexemplar!


Bruno Hespeler

Hege -

Eine durchaus kritische Betrachtung

304 Seiten. Rund 60 Farbfotos.
Leinen. Format: 14 x 21,5 cm.

Preis € 39.-

Man hat im Lauf der Geschichte alles Mögliche unter „Hege“ verstanden: zum Beispiel Raubwild bejagen, Raubzeug bekämpfen, Wildtiere füttern, Salz vorlegen, „Blut auffrischen“, Exoten aussetzen, durch Wahlabschuss Wildbestände „verbessern“ oder Wild „aufarten“. Man gab vor, damit dem Wohlergehen der Tiere zu dienen. Nur: Dem Wild hat die Hege durch den Jäger oft genug nicht gedient.

Bruno Hespeler nimmt in seinem Buch zunächst die Geschichte der Hege genauer unter die Lupe. Er zeigt, was die „alten Meister“ wie Döbel, Dombrowski, Raesfeld, Silva-Tarouca bis herauf zu Frevert und Scherping unter Hege verstanden. Manchmal findet man dabei Weitsichtiges, oft genug aber auch Haarsträubendes, Kurioses oder einfach Lächerliches. Und die heutige „Hegepraxis“? Auch sie ist in Vielem frag- und diskussionswürdig: Fütterung etwa, das „Kurzhalten“ des Fuchses, die „Bekämpfung“ der Beutegreifer, das Aussetzen von Wild, die „Jagd“ im Gatter… – Kaum ein brisantes Thema bleibt in Hespelers Buch „Hege“ ausgespart, alles wird kritisch beleuchtet. Und als gelernter Berufsjäger und Forstmann weiß der Autor, wovon er spricht.

Das Buch mündet in die Forderung, dass Hege – statt sich auf Belangloses und vielfach auch Sinnloses zu richten – „längst ein unüberhörbarer Aufschrei gegen die fortschreitende Zerstörung der Lebensräume wildlebender Tiere sein müsste. Sie müsste ein Aufschrei sein gegen das absolute Primat wirtschaftlicher Interessen, gegen menschliche Gier und der dem Wahn vom „Wachsen oder Weichen“ geschuldeten Vernichtung zahlloser Arten“.

Bei aller Kritik an vielen gängigen Jagdpraktiken ist das Buch „Hege“ trotzdem ein klares Bekenntnis zur Jagd: einer Jagd allerdings, die nicht künstliche Wildvermehrung im Sinn hat, sondern sich als bloß aneignende Nutzung von Wildtieren begreift, und zwar von echtem Wild, das wild aufwachsen und leben darf.

Alles in allem: Ein kritisches Buch für selbstbewusste Jäger!